Was versteht man unter Tai Chi?
Tai Chi (inkl. Qi-Gong) ist eine chinesische Bewegungslehre, die den sog. inneren Kampfkünsten entstammt. Seit Erfindung der Feuerwaffen ist jedoch der Gesundheits- und Meditationsaspekt mehr in den Vordergrund getreten. Charakteristisch sind die langsamen, weichen Bewegungsabläufe. Sie helfen uns, in der Bewegung zur Ruhe zu kommen.
Ziel der Übungen ist es einerseits, wieder mehr Energie (Chi) zu haben. Andererseits soll innerhalb des Körpers die Energie ausbalanciert werden (Yin/Yang-Prinzip).
Aus Sicht der chinesischen Medizin ist Krankheit auch immer mit einem Ungleichgewicht des Chis verbunden. Steigt uns bei einer Erkältung das Chi zu Kopf, fehlt uns diese Wärme in anderen Bereichen des Körpers, so dass bspw. unsere Füße und Hände kalt werden. Dieses gilt es immer auszugleichen.
Wie wirkt Tai Chi?
Tai-Chi dient der Körpererfahrung. Durch die Wahrnehmung des eigenen Körpers werden Haltungsfehler erkannt und korrigiert, die oft zu Verspannungen und Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen) führen. Die Übungen kräftigen die Rückenmuskulatur und entlasten die Wirbelsäule. Dies ist besonders vorteilhaft für Menschen mit Bandscheibenproblemen und für Menschen, die vorwiegend im Sitzen arbeiten.
Beim Tai-Chi wird eine tiefe Bauchatmung geübt. Das wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus. Die harmonischen Bewegungen haben eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Viele Übende fühlen sich dadurch ausgeglichener und weniger reizbar.
Training:
mittwochs 19.30 Uhr - 21.00 Uhr
Alfred-Delp-Schule